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Voices of openBIM – Interview mit Cornelius Preidel

Vortragende

Die Moderation erfolgte durch Winfried Stix.

Der Interviewpartner ist Cornelius Preidel von buildingSMART Deutschland

Beschreibung

Cornelius Preidel ist Professor für Bauinformatik an der Hochschule München und zugleich Vorsitzender von buildingSMART Deutschland. Darüber hinaus leitet er im buildingSMART-Kontext das Steering Committee des Professional Certification Programms. Damit verbindet sein Interview wissenschaftliche Perspektive, nationale Chapter-Führung, internationale Standardisierungsarbeit und die strategische Frage, wie openBIM-Kompetenzen in der Breite der Branche aufgebaut werden können. 

Das Gespräch zeigt buildingSMART Deutschland als eines der reifsten und größten Chapter innerhalb der internationalen Community. Cornelius beschreibt openBIM nicht mehr als Zukunftsthema, sondern als Methodik, die im deutschen Markt bereits angekommen ist, in Projekten genutzt und zunehmend auch von Auftraggeberseite eingefordert wird. Besonders deutlich wird dabei die Rolle öffentlicher Auftraggeber, die openBIM als Grundlage für Datenhoheit, langfristige Dokumentation, fairen Wettbewerb und Vermeidung von Vendor-Lock-in verstehen.

Zusammenfassung

From a contextual perspective…
Cornelius Preidel verbindet in diesem Interview mehrere Rollen, die für die openBIM-Entwicklung besonders relevant sind: die akademische Perspektive der Bauinformatik, die Chapter-Verantwortung in einem großen nationalen Markt und die internationale Perspektive des Professional Certification Programms. Dadurch steht sein Beitrag innerhalb der Serie für die institutionelle Seite von openBIM. Er beschreibt nicht primär eine einzelne Technologie, sondern das Zusammenspiel aus Standards, Kompetenzen, Marktanforderungen, öffentlicher Beschaffung und strategischer Kommunikation.

From a market perspective…
as Interview zeigt Deutschland als einen bereits vergleichsweise reifen openBIM-Markt. openBIM ist dort nicht mehr nur ein Thema einzelner Expertinnen und Experten, sondern wird zunehmend in realen Projekten angewendet und von Auftraggeberseite eingefordert. Besonders öffentliche Auftraggeber spielen eine zentrale Rolle, weil sie den Nutzen offener, neutraler Standards in Bezug auf Datenautonomie, langfristige Dokumentation, Beschaffung und fairen Wettbewerb erkannt haben. Damit wird openBIM zu einem Instrument, um digitale Projekt- und Bestandsinformationen unabhängig von einzelnen proprietären Softwareumgebungen nutzbar zu halten.

A central observation is…
Cornelius Preidel macht deutlich, dass die Weiterentwicklung von openBIM nicht allein durch bessere technische Spezifikationen entsteht. Entscheidend ist, dass Standards in Organisationen, Verträge, Kompetenzen und Entscheidungsprozesse übersetzt werden. buildingSMART Deutschland wird dabei als Plattform sichtbar, die Stakeholder zusammenbringt, Arbeitsgruppen ermöglicht, Ergebnisse kommuniziert und die Verbindung zwischen technischer Standardisierung und nationalem Markt herstellt. Seine Formel aus Create, Connect und Communicate beschreibt diese Aufgabe sehr prägnant: Inhalte entstehen in der Community, Akteure werden miteinander verbunden, und Ergebnisse müssen in Industrie, Verwaltung und Politik hinein kommuniziert werden.

From a technical standpoint…
Das Interview verknüpft openBIM mit Datenqualität, AI und dem IFC Validation Service. AI wird nicht als Ersatz für Standards verstanden, sondern als zusätzlicher Katalysator, der strukturierte, qualitätsgesicherte Daten benötigt. Gerade dort, wo Begriffe, Klassifikationen und Anforderungen aus verschiedenen Disziplinen zusammengeführt werden müssen, können AI-Methoden künftig helfen, Übersetzungs-, Mapping- und Referenzierungsaufgaben zu unterstützen. Voraussetzung bleibt jedoch eine verlässliche Datenbasis. Der IFC Validation Service wird in diesem Zusammenhang als wichtiger Baustein sichtbar, weil er überprüfbare Datenqualität und damit Vertrauen in modellbasierte Zusammenarbeit unterstützt.

Looking ahead…
Ein zentrales Zukunftsthema ist der Kompetenzaufbau in der Breite der Branche. Professional Certification wird im Interview nicht nur als Qualifizierungsprogramm für Spezialistinnen und Spezialisten dargestellt, sondern als notwendiger Schritt, um digitale Fähigkeiten in eine sehr große und heterogene Bau- und Immobilienbranche zu tragen. Cornelius Preidel betont, dass openBIM nicht auf Planung oder Ausführung beschränkt bleiben darf. Auch Betrieb, Instandhaltung und die Nutzerperspektive müssen Teil dieses Kompetenzaufbaus werden, wenn digitale Informationen über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks wirksam werden sollen.

In a broader context…

Innerhalb von „Voices of openBIM“ markiert dieses Interview einen wichtigen Übergang: Nach stärker projekt-, domain- oder softwarebezogenen Perspektiven wird hier sichtbar, wie ein reifes Chapter openBIM als strategische Infrastruktur organisiert. Der Beitrag zeigt, dass offene Standards erst dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn sie mit Governance, Ausbildung, Validierung, politischer Kommunikation und konkreter Marktnachfrage verbunden werden. Damit ergänzt Cornelius Preidel die internationale Community-Erzählung um die Frage, wie openBIM von einzelnen Initiativen zu tragfähigen, skalierbaren Strukturen wird.

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