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Voices of openBIM – Interview mit Gerard van der Veer

Vortragende

Die Moderation erfolgte durch Christoph Eichler.

Der interviewpartner ist Gerard van der Veer (Co-Chair Airport Domain)

Beschreibung

Voices of openBIM with Gerard van der Veer widmet sich einer der strategisch wichtigsten Fragen für die Weiterentwicklung von openBIM: Wie können Informationen über Domänen, Systeme und Lebenszyklusphasen hinweg konsistent, verständlich und nutzbar bleiben?

Als Co-Chair der buildingSMART Airport Domain und als Architekt mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Flughafenplanung bei NACO (Netherlands Airport Consultants) verbindet Gerard van der Veer praktische Branchenkenntnis mit einer stark strategischen Sicht auf Standardisierung. Das Interview macht deutlich, dass sich die Diskussion längst nicht mehr nur auf die Definition von Objekten und Entitäten beschränkt. Zunehmend geht es darum, wie diese Elemente über die Zeit zusammenwirken, wie gemeinsame Strukturen domänenübergreifend entwickelt werden können und wie Softwareanbieter in der Praxis zur Kontinuität von Informationen beitragen müssen.

Besonders relevant ist dabei, wie das Gespräch drei Ebenen miteinander verknüpft: den Bedarf an gemeinsamen Entitäten über einzelne Domänen hinaus, die grundsätzliche Herausforderung lebenszyklusorientierter Informationskontinuität und die wachsende Bedeutung transparenter Softwarestrategien im Umgang mit offenen Standards. Dadurch ist das Interview nicht nur für Flughafenakteure relevant, sondern für alle, die sich mit der zukünftigen Reife von openBIM als operativ nutzbarem Ökosystem beschäftigen.

In diesem Sinne bietet das Interview mit Gerard van der Veer sowohl eine konkrete Domänenperspektive als auch einen strategischen Beitrag zu der größeren Frage, wie sich openBIM von strukturiertem Datenaustausch hin zu echter Informationskontinuität über den Lebenszyklus weiterentwickeln kann.

Zusammenfassung

From a contextual perspective…
Gerard van der Veer spricht aus einer besonderen Kombination aus langjähriger Erfahrung in der Flughafenplanung und aktiver strategischer Mitwirkung an der Standardisierung. In seiner Rolle bei NACO (Netherlands Airport Consultants) und als Co-Chair der buildingSMART Airport Domain verbindet er praktische Sektorkenntnis, architektonisches Denken und ein tiefes Interesse daran, wie Informationen über die Zeit hinweg konsistent und sinnvoll nutzbar bleiben können. Genau das macht seine Perspektive besonders wertvoll: Sie verknüpft die Realität konkreter Projekte mit der größeren Frage, wie Standards weiterentwickelt werden müssen, um den gesamten Lebenszyklus komplexer Assets zu unterstützen.

From a market perspective…
Ein wesentlicher Teil von Gerards Argumentation ist, dass Flughäfen in einem stark strukturierten und hoch regulierten Umfeld agieren. Vertrauen entsteht dort nicht durch abstrakte Versprechen, sondern durch nachweisbare Konformität, überprüfbare Konsistenz und klare Ausrichtung an betrieblichen und regulatorischen Anforderungen. In einem solchen Markt werden Standards erst dann glaubwürdig, wenn sie sich unter realen Bedingungen bewähren. Genau deshalb ist die Airport Domain strategisch so relevant: Sie beschäftigt sich nicht nur mit theoretischen Datenstrukturen, sondern mit der Frage, wie diese Strukturen in einem anspruchsvollen operativen Umfeld tatsächlich funktionieren.

A central observation is…
Eine zentrale Beobachtung des Interviews ist, dass der nächste Reifegrad von openBIM davon abhängt, sich von isolierten Entitätsdefinitionen hin zu gemeinsamen Strukturen zu bewegen, die Kontinuität über Sektoren und über die Zeit hinweg unterstützen. Gerard betont, dass viele Entitäten, die heute in einzelnen Domänen diskutiert werden, in Wahrheit nicht ausschließlich domänenspezifisch sind. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer Perspektive auf Shared Entities, bei der Überschneidungen zwischen Flughäfen, Infrastruktur, Bahn und weiteren Sektoren ausdrücklich erkannt und systematischer organisiert werden. Die strategische Konsequenz ist klar: Domänenarbeit bleibt essenziell, muss sich aber zunehmend in eine größere und kohärentere Informationsarchitektur einfügen.

From a technical standpoint…
Aus technischer Sicht hebt Gerard zwei eng verbundene Themen hervor. Das erste ist die Notwendigkeit, gemeinsame Entitäten besser zu identifizieren und zu organisieren, etwa über Mechanismen wie das buildingSMART Data Dictionary und die zugehörige Domänenarbeit. Das zweite ist die weitergehende Herausforderung des Life Cycle of Information. Eine Sprache zu definieren, ist nur ein Teil der Aufgabe. Die größere Frage ist, ob diese Sprache über Phasen, Softwareumgebungen und operative Übergänge hinweg nutzbar und konsistent bleibt. In diesem Zusammenhang richtet Gerard den Blick ausdrücklich auf Softwareanbieter und fordert, dass diese deutlich machen, wie ihre Systeme Informationskontinuität über den Lebenszyklus hinweg unterstützen. Damit verschiebt sich die Diskussion von statischer Konformität hin zur praktischen Operationalisierung.

Looking ahead…
Mit Blick nach vorn zeigt das Interview auf eine transparentere und anspruchsvollere Phase der openBIM-Reifung. Es reicht nicht mehr aus, wenn Domänen ihre Anforderungen intern definieren. Der nächste Schritt besteht darin, sichtbare Plattformen zu schaffen, auf denen Softwareanbieter, Domänenexperten und Asset-Stakeholder zeigen können, wie Lebenszyklus-Kontinuität in der Praxis tatsächlich erreicht wird. Gerards Idee, den Kontext von Tokyo zu nutzen, um diese Frage deutlich stärker zu adressieren, weist dabei einen konstruktiven Weg: nicht allein durch abstrakte Debatten, sondern indem konkrete Lösungsansätze sichtbar und vergleichbar gemacht werden. Das kann zu einem wichtigen Mechanismus werden, um Vertrauen und Reife im Ökosystem zu beschleunigen.

In a broader context…
Im größeren Zusammenhang zeigt das Interview mit Gerard van der Veer, dass die Zukunft von openBIM nicht nur davon abhängt, was standardisiert wird, sondern davon, ob Informationen über den gesamten Lebenszyklus von Assets hinweg kohärent nutzbar bleiben. Shared Entities, Lebenszyklusdenken und die Verantwortung der Softwareanbieter sind deshalb keine getrennten Themen, sondern Teile einer gemeinsamen Herausforderung. Sein Beitrag ist besonders wertvoll, weil er openBIM von einer Frage des strukturierten Datenaustauschs hin zu einer Frage von Kontinuität, Nutzbarkeit und Vertrauen über die Zeit weiterdenkt. In diesem Sinne wird die Airport Domain zu einem Ort, an dem größere Industriefragen nicht nur diskutiert, sondern in besonders konkreter Weise geklärt werden.

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