Der Plan der EU sieht eine Einführung des DPP für verschiedene Produktkategorien in mehreren Phasen vor. Dieser Prozess wird sich über mehrere Jahre erstrecken.
Phase 1 – priorisierte Produktkategorien
- Der Fokus liegt auf priorisierten Produktkategorien mit hohem Umweltpotenzial und hohem Reifegrad der Standards und Datenverfügbarkeit wie Elektronik sowie Haushaltsgeräte, Möbel, Textilien und Bauprodukte. Parallel dazu werden Leitlinien und gemeinsame Datenmodelle für diese Kategorien entwickelt. Anhand von Pilotprojekten wird die DPP-Funktionalität in der Praxis erprobt.
- Im ersten ESPR Working Plan sind Eisen, Stahl und Aluminium gemäss Verordnung (EU) 2024/1781, Artikel 18, 5a und 5b priorisiert, Zieltermin: April 2025.
Phase 2 – Ausweitung auf weitere Produktkategorien
- Es erfolgt die Ausweitung der DPP-Anforderungen auf weitere Produktkategorien basierend auf den Erfahrungen der Pilotprojekte und der Verfügbarkeit von Standards und Daten. Darüber hinaus wird die Interoperabilität zwischen den DPP-Systemen verschiedener Branchen gefördert.
Phase 3 – vollständige Implementierung
- Es erfolgt die vollständige Implementierung des DPP für alle relevanten Produktkategorien und die kontinuierliche Verbesserung der DPP-Anforderungen und -Leitlinien auf der Grundlage neuer Erkenntnisse und Technologien.
Die bestehende gemeinsame Forschungsstelle (englisch: Joint Research Centre, JRC)21 und das neu zu etablierende Ecodesign Forum (EDF) werden die Europäische Kommission in der Umsetzung der ESPR und newCPR beratend unterstützen.
Im Bereich der Bauprodukte erbringt die JRC vielfältige Leistungen. Sie entwickelt und testet neue Technologien und Materialien für die Baubranche, arbeitet an der Normung und Harmonisierung von Standards und entwickelt Methoden zur Bewertung der Umweltleistung von Bauprodukten. Zudem unterstützt sie die Umsetzung der CPR mit wissenschaftlichen Daten und technischem Know-how.
Das EDF wird sich zu einer Expertenplattform innerhalb der EU entwickeln, die verschiedene Interessengruppen zusammenbringt, um die Entwicklung und Umsetzung von der Ökodesign-Verordnungen und -Standards zu unterstützen. Das EDF dient als Beratungs- und Konsultationsgremium, das die Europäische Kommission und andere EU-Institutionen bei der Erarbeitung und Anpassung von Ökodesign-Anforderungen und -Verordnungen unterstützt. Es können auch Akteurinnen, wie Verbände, ausserhalb der Europäischen Union am EDF teilnehmen.

21 Joint Research Centre (europa.eu)
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