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Kapitel 4.5 – Kollaboration im Projekt

Anleitung

Die Kapitel zur „Kollaboration im Projekt“ legen fest, wie die modellbasierte Zusammenarbeit durchzuführen ist. Ausgehend von der Basis der Fachmodelle und wie diese übertragen werden können, werden hier die verschiedenen Formen der Abstimmung unter den Projektbeteiligten definiert und letztendlich durch die Kernthematik einer openBIM-Projektdurchführung – die BIM-Qualitätssicherung – festgelegt.

Bei jedem Projekt (gleich in welcher Methode) ist der Dreh- und Angelpunkt die Kommunikation. Eine digitale Projektdurchführung in der openBIM-Methode verwendet BCF-Kommentare, um untereinander modellbezogen zu kommunizieren. Kommunikation sollte aber weitergedacht werden: jedes Fachmodell transportiert Informationen und durch die Bereitstellung auf der Kollaborationsplattform werden diese kommuniziert. Ein sauberes und inhaltliches Arbeiten im Fachmodell ist also ebenso Teil der Kommunikation.

Standard AIA

Folgendes Kapitel beschreibt das integrale, modellbasierte Zusammenspiel aller Disziplinen und definiert die Vorgaben zur koordinierten Zusammenarbeit.

Die Zusammenarbeit bzw. Verantwortlichkeit der Projektbeteiligten basiert auf:

  • den unter Kapitel 3.7 definierten Schnittstellen.
  • der für das Projekt in Kapitel 3.5 definierten Kollaborationsplattform.
  • der Verantwortlichkeit und Autorenschaft für die jeweiligen Fachmodelle (siehe Kapitel 3.2 und 4.5.1).
  • den definierten Abstimmungsfällen (siehe Kapitel 4.5.3) zur Koordinierung der Fachmodelle.
  • den in Kapitel 4.5.4 definierten Vorgaben zur BIM-Qualitätssicherung.
  • dem Austausch von Abstimmungs- und Korrekturanfragen zwischen Projektbeteiligten mittels BCF (modellbasierte Kommunikation, siehe Kapitel 4.5.5).
  • auf den im Kapitel 5 definierten Anwendungsfällen.

Kapitel 4.5.1 – Fachmodelle

Anleitung

Fachmodelle sind je verantwortlichem Gewerk/Disziplin in einer qualifizierten Autorensoftware zu erstellen. Sie tragen alle planungs-/ausführungsrelevanten Modellelemente und werden in der Enddokumentation als As-Built-Fachmodelle an den Auftraggeber für z.B. die Betriebsführung übergeben. Sie werden aus der Autorensoftware als IFC-Fachmodell exportiert (abgeleitet, zumeist mittels eines dafür vorgesehenen/integrierten Übersetzers).

Jedes Fachmodell trägt den eigenen LOI (gemäß LOI-Definition), ist gemäß der Modelliervorgaben sowie LOG-Definition modelliert und dient als Grundlage für alle Anwendungsfälle. Pläne und alle Auswertungen (z.B. Mengen und Massen) werden aus dem Fachmodell abgeleitet.

Das Kapitel zu den Fachmodellen dient dazu, deren inhaltliche Zusammensetzung festzulegen. Ein Fachmodell kann nicht nur gewerk-/disziplinspezifische Inhalte tragen, sondern auch darüber hinaus Informationen von anderen Projektbeteiligten (z.B. das Fachmodell der Architektur die Angaben zum Brandschutz, Bauphysik etc.). Wird die in einer AIA angeführte Fachmodell-Struktur adaptiert, müssen diese Adaptierungen in den Vorgaben zur Prüfroutine (zu prüfende Fachmodelle), in der Prüfroutine in der Prüfsoftware, in der LOG-Definition und in der LOI-Definition (jeweils vorhandene Modellkomponenten) beachtet und nachgeführt werden. Dies stellt einen Mehraufwand auf Auftraggeberseite/der Seite anderer Auftragnehmer dar und ist vom Gewerk, das die Änderung angefordert hat, entsprechend zu berücksichtigen und zu verantworten.

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Veröffentlichung aus Krischmann, T., Malzer, W.: buildingSMART Austria Standard-AIA. Ausgabe 2026.

Download der Standard-AIA nur für Mitglieder

Stand: 17.02.2026

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